OCDS-Tag 10.Nov.18

Eva Wagensommerer OCDS am 19. November 2018
OCDS-Tag 10.Nov.18

"Werke will der Herr" – Widerspruch zum geistlichen Leben? 

Unter diesem Titel stand der diesjährige OCDS-Tag im Linzer Karmelzentrum.Dieses jährliche Treffen der OCDS-Mitglieder der österreichischen OCDS-Gemeinden ist ein Begegnungstag, an dem vieles Platz findet: Impuls, Stille, Gespräch und gemeinsames Feiern. 

Nach einer Vorbereitungsphase, in die viele involviert waren, konnte das Treffen beginnen. Gruß und Wunsch der Vorsitzenden der deutschen TKG, danach ein schwungvolles Morgenlob bildeten einenwunderbaren Auftakt zum inhaltlichen Teil des Tages.

Der Impuls kam diesmal von Sr. Ingeborg Katharina aus der Wiener Gemeinde. In klaren Worten gelang es ihr, die Worte Teresas in unsere Zeit hinein zu vermitteln. Werke und geistliches Leben sind absolut kein Widerspruch.Werke gehören dazu, viel mehr kann nur so geistliches Leben wachsen und wirken.Natürlich kann es manchmal bequemer sein, im geistlichen Bereich zu bleiben. Doch ebenso wie wir auf den zwei Beinen der Gottes- und Nächstenliebe stehen müssen, müssen wir auch Gebet und Handeln verbinden. Es ist und bleibt eine große Herausforderung: wir sollen das Kleine tun, aber auch das Große, das Gott mit uns vorhat!

In einer Zeit der Stille mit Möglichkeit zur Anbetung in derKrypta, konnte das Gehörte nachwirken.

Leibliche Stärkung gemeinsam mit den Brüdern im Refektorium in herzlicher Atmosphäre – gelebte Gastfreundschaft! So verging die Mittagspause wie im Flug; der nächste Programmpunkt hieß Gruppeneinteilung und persönlicher Austausch in Kleingruppen. Hierbei ging es vor allem um die Frage,wie kann es gelingen, Gebet und Aktivität in Einklang zu bringen in meinem Alltag? Welche Werk-Bereiche sind  für mich in meiner Lebensphase besonderswichtig?

Kurze Zusammenfassung der jeweiligen Gruppenleiter/innen im Plenum gaben Einblick in diese sehr persönlichen Gespräche und Zeugnisse, mit denen wir einander beschenken dürfen. 

Im  Informationsteil erzählte uns P. Roberto von der Situation des OCDS in Frankreich, -es ist spannend zu hören, wie es den Geschwistern in anderen Provinzen geht. Als Missionsprokurator des Ordens gab er zudem auchEinblick in einige Missionsprojekte des Ordens – so wurde wieder einmal bewusst, dass der Karmel auch ein Missionsorden ist!

Die Konstituierung der Gemeinde Jeutendorf wurde noch einmal ins Spiel gebracht – P. Alexander zeichnete diesen Weg von der kommissarischen zur konstituierten Gemeinde nach – somit gehören nunmehr 4 OCDS-Gemeinden zur österreichischen Ordensprovinz.

Noch ein Bestandteil der „Werke“ des Ordens fand Erwähnung: der Verlag Christliche Innerlichkeit. Der Verlag ist für uns DIE Adresse fürKarmelliteratur – sh. www.shop.karmel.at!

Eine Besonderheit gab es noch unterzubringen: im Kalenderjahr 2018 gibt es in unseren Reihen 14 runde Geburtstage! Das kann nicht unerwähnt bleiben – mit einem kleinen Präsent, liebevoll hergestellt von Sr. Margarete aus Wien,  gratulierten wir ganz herzlich!

In der Eucharistiefeier in der Krypta durften wir dankbar diesen Tag in Gottes Hände zurücklegen. P. Paul betonte in seiner Predigt nochmals die Wichtigkeit, ohne Angst unserer Berufung nachzuspüren und ohne Zögern auf unser Inneres zu hören Das mittlerweile "gemeindeübergreifende" Musikteam entpuppte sich zweifelsohne als zusätzliches Highlight.

Die Zeit war (wie immer) zu kurz, und doch sehr bereichernd. Durch viele einzelne Beiträge konnte der Tag zu dem werden, was wir uns gewünscht haben: zu einem Tag des Miteinanders und der gegenseitigen Stärkung in einer entspannten, familiären Atmosphäre.

Danke.

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